Burnout und Erschöpfung

Mein Burnout kam wie angeflogen: Ich hatte zu nichts mehr Lust, war ohne Kraft, konnte mich für nichts mehr begeistern und wäre am liebsten den ganzen Tag im Bett geblieben. Schon die kleinsten, alltäglichen Aufgaben wie Betten machen, aufräumen, Wäsche zusammenlegen, überforderten mich. Täglich arbeiten zu gehen, ging nicht mehr. Schon der Gedanke an meine berufliche Arbeit erzeugt Widerwehr. Mich plagten zudem auch große Selbstzweifel, ich traute mir kaum noch etwas zu. Ich hinterfragte den Sinn meines Lebens, zweifelte an mir, meinem Können und alles war zu viel! Mich zu konzentrieren, fiel mir unendlich schwer. Ich vergaß Termine oder brachte sie durcheinander. Ich hatte kein Zeitmanagement mehr.  Die Gedanken wie z.B.: "Ich kann nicht mehr. Ich bekomme meine Aufgaben einfach nicht mehr erledigt. Es wird mir alles zu viel" und das Verlangen nach: "Lasst mich einfach alle in Ruhe", bestimmten mein Dasein. Auch meine Ehe litt, denn ich ließ mich gehen und interessierte mich auch hier für nichts mehr. Gemeinsame Gespräche waren schon allein nur körperlich mega anstrengend, geschweige denn, dass sie mich inhaltlich interessierten. Ich wurde immer launischer.

Hinzu kamen diese ständigen Rückenschmerzen, Verspannungen und Magenbeschwerden. Besuche bei verschiedensten Ärzten, die mich nur mit Tabletten versorgten, oder Gespräche mit Freunden, nein,  all das half nichts, mich aus diesem Zustand wieder herauszuholen.

Völlig entmutigt ließ ich mich dann auf die psychotherapeutische Beratung mit Ellen ein. Anfangs war ich so gar nicht davon überzeugt, dass mir die Beratung helfen könnte, doch musste ich mich hier eines Besseren belehren lassen, denn: Mit den Gesprächen und Körpertherapien bei Ellen ging für mich endlich wieder die Sonne auf. Ich erlebte bei ihr ganz viel Verständnis, sehr einfühlsame Gespräche, individuell auf mich abgestimmte, entspannende, wohltuende Massagen, sanfte Berührungen, gepaart mit wunderschönen Düften, Klängen und anderem mehr - es war göttlich! Fortan ging es mir immer besser.

Ellen analysierte mit mir, wie ich in diesen Zustand gekommen war. Das war gar nicht so einfach, denn ein Burnout erfolgt langsam. Die Ergebnisse hielten wir auf einer Flipchart fest. Danach überlegten wir, wie ich meine Zustand ändern konnte. Fragen wie: Was mache ich gerne und was nicht? Was würde ich gerne tun und was nicht? Was sind meine Wünsche? Was möchte ich erreichen? Was sind meine Aufgaben und welche davon tue ich nicht gerne? Was will ich in meinem Leben noch erreichen und was hindert mich daran? Was bin ich bereit, dafür zu tun? … waren einige der vielen Fragen, denen ich, mit Unterstützung von Ellen, nachging.   

Ich lernte das „Freudetagebuch“ kennen. In das schrieb ich fünf Dinge, die ich am jeweiligen Tag an  Schönem erlebt hatte. Dann ging es um Fragen wie z.B.: Was gefällt dir an dem, was du erlebt hast? Was bedeutet es dir, d.h., kann du das genau beschreiben? In welchem Moment hast du dich glücklich gefühlt? Wo spürst du diese Freude im Körper? …

Ich bekam die Aufgabe, jeden Tag an ein positives Ereignis zu denken. Das konnte der schöne Sonnenaufgang, das Zwitschern der Vögel oder was auch immer sein; und ich sollte diese Gefühle noch einmal nachempfinden. Wenn ich etwas geschafft hatte, galt es, stolz darauf zu sein, es geschafft zu haben.

Es ging letztendlich darum, dass ich wieder alle positiven Momente und Erlebnisse sowie Erlebnisse von Zufriedenheit und Glück, Freude, Stolz und Glück mir bewusst mache und die Gefühle dazu wieder zulasse und leben. Je mehr Ellen mir diese Aufmerksamkeiten wieder beibrachte, desto mehr spürte ich, dass ich und mein Leben gar nicht so frustrierend sind, wie ich dachte. Auch die ganz kleinen Dinge, auf die wir Menschen oft gar nicht achten, helfen uns nämlich, das Leben wieder als lebenswert zu empfinden. Und sie helfen uns, uns von den großen Problemen wenigstens für eine kurze Zeit loszusagen, um sie dann gestärkter und mit klarem Verstand lösen zu können.

Ellen brachte mir auch das Meditieren bei, also das so ganz bei mir selbst sein und dabei an nichts mehr zu denken. Den Kopf mal völlig leer machen, nur der Musik oder dem Geräusch eines Wasserfalls zu lauschen, war eine enorm schwierige Aufgabe, aber mit viel Übung ging es immer, immer besser.

Wir analysierten auch meinen Berufsalltag und ich überlegte mir, was ich für mich ändern kann, um ihn für mich erträglich zu machen. Es ging also um die bestehenden, für mich unveränderbaren Strukturen und das, was ich trotzdem in meinem Arbeitsbereich dennoch anders organisieren, strukturieren und erarbeiten kann. Es ging z.B. darum, Aufgaben an Kollegen abzugeben oder ihre Unterstützung für meine Arbeit zeitlich und vom Ergebnis her zu optimieren; denn mein Hunger nach Anerkennung, indem ich alles alleine und vor allem perfekt machte, war einfach zu groß und machte mich krank.

Leider ist es hier unmöglich, all das wiederzugeben, was Ellen auf welche Art und Weise mit mir einübte hatte, was ich wie erkannte, wie viele und welche Ergebnisse ich mir aufschrieb hatte und worüber ich mir Gedanken machen durfte, um Ergebnisse zu haben, die mich aus dem Burnout tatsächlich herausholten. Am Ende war mir mein Sein so klar vor Augen, waren mir meine Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse und Ziele so klar, dass ich wieder aufrecht und kraftvoll mein Leben in die Hand nehmen konnte und nahm.

Ellen unterstützte die Heilung meiner Beschwerden auch mit Hilfe vieler verschiedenster Massagen. Ob es die Raintrop-Massage war, die Kopfmassage, Fußreflexzonenmassage, Rück-, Nacken-, Schulter- oder Magen-Darm-Massagen war, oder LomiLomi und ihre Arbeit an und mit meinen Energiepunkten war - egal, was sie anwendete, ich fühlte mich jedes Mal liebevoll getragen und schwelgte in den wunderschönen Gefühlen, die diese Massagen auslösen. Mein Körper fühlte sich nach jeder Massage und auch am Ende der gesamten Behandlung ganz leicht an. Ich war wieder in meiner vollen Kraft, war sehr positiv gestärkt und hätte die Welt umarmen können, so sehr halfen mir auch Ellens Massagen.  

Heute habe ich meine positive Lebensenergie zurückgewonnen, habe Mut, Kraft, Motivation, bin wieder belastbar, kann mich von anderen abgrenzen und liebevoll ‚Nein‘ sagen. Ich sehe, erlebe und genieße endlich wieder die schönen Dinge des Lebens, kann von Herzen lachen und bin wieder ganz oben auf.“